ho/noho | Schweizerische Patientenorganisation für Lymphombetroffene und Angehörige 
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Lymphome verstehen
Ursachen eines Lymphoms?
Lymphome entstehen durch eine Veränderung der Zellgene oder der DNA. Diese Veränderung in den Genen wirkt sich auf die normale Zellteilung und den natürlichen Zelltod aus.
Manche Menschen haben ein erhöhtes Lymphomrisiko. Dies kann bedingt sein durch eine andere medizinische Ursache, im besonderen medizinische Ursachen, welche einen Einfluss auf das Immunsystem haben oder wo das Immunsystem medikamentös unterdrückt wird. Es wird auch diskutiert, dass bestimmte Lymphomarten durch bestimmte Virusinfektionen entstehen können. Die betrifft jedoch eine sehr kleine Anzahl von Lymphomerkrankungen.
Die Ursache eines Lymphoms ist in den meisten Fällen unbekannt. Es wurden schon viele Studien durchgeführt, um mögliche Zusammenhänge aufzudecken, wie z.B. Chemikalien im Arbeitsbereich oder ein erhöhtes Lymphomrisiko in der Familie. Es wird jedoch noch lange dauern, bis die Ursache richtig erforscht und verstanden ist.
Es bestehen keine Hinweise dafür, dass etwas was Sie getan oder nicht getan haben, die Entstehung eines Lymphoms verursacht hat.
Sie können von niemandem mit einem Lymphom angesteckt werden, und Sie können niemanden damit anstecken.
Ärztliche Zweitmeinung (Second Opinion)
Damit eine Krebserkrankung erfolgreich behandelt werden kann, werden die richtige Diagnostik und Diagnose, wirksame Behandlungsmöglichkeiten sowie eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Arzt und PatientIn vorausgesetzt.
Bei Fragen zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge mischen sich immer mehr Patienten und Patientinnen aktiv ein. Sie wünschen vertiefte Informationen zur Behandlung, denn jede und jeder Betroffene hat Anspruch auf Zugang zu optimaler Behandlung, die auf einer genauen Diagnose, dem Krankheitsstadium und aktuellen, evidenz-basierten Erkenntnissen beruht. Ebenso muss der/die PatientIn Informationen über mögliche Risiken und Nebenwirkungen verfügen und welche Möglichkeiten zur Teilnahme an klinischen Studien bestehen.
Ihr Arzt hat Ihnen eine Behandlung vorgeschlagen. Sie sind verunsichert, ob der Zeitpunkt und die Wahl der Therapie dem Behandlungsstandard entspricht. In einem solchen Fall ist eine Zweitmeinung sinnvoll.
Das Einholen einer zweiten ärztlichen Meinung zum Befund (Diagnose /Therapie) kann bei Zweifeln die bestmögliche Behandlung sicherstellen und kann die Entscheidungsfindung unterstützen.
Viele Ärzte haben Verständnis dafür, dass verunsicherte und skeptische Patienten Klarheit wünschen und sich durch eine qualifizierte Zweitmeinung absichern wollen.
Das Einholen einer Zweitmeinung heißt jedoch nicht, dass die ganze Diagnostik nochmals durchgeführt wird. Der Patient hat Anspruch und das Recht auf alle Unterlagen und Untersuchungsergebnisse des Erstbefundes. Kein Arzt kann Patienten die Herausgabe verweigern. Tut dies ein behandelnder Arzt dennoch, sollte ein Patient sich berechtigte Gedanken darüber machen, ob er beim richtigen Arzt ist. Ganz im Gegenteil - eine zweite ärztliche Meinung sollte zur Stärkung des bestehenden Vertrauensverhältnisses zwischen behandelndem Arzt und Patient führen. Die Kosten einer ärztlichen Zweitmeinung werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.
Einen Sinn hat eine ärztliche Zweitmeinung jedoch nur, wenn sie von einem erfahrenen Spezialisten durchgeführt wird. Patienten könne sich dabei durchaus von ihrem behandelnden Arzt eine Empfehlung geben lassen, oder sich auch vom persönlichen Umfeld beraten lassen, oder bei der jeweiligen Ärztegesellschaft eine entsprechende Liste verlangen und nach einem qualifizierten Spezialisten in der Region suchen.
Auch nach dem Einholen der Zweitmeinung sind Patientinnen und Patienten in ihrem Entscheid frei. Es besteht keinerlei Zwang, nach der Empfehlung des zweitbeurteilenden Arztes zu handeln.
Blutstammzellspende
Mit Blut-Stammzellen können Leben gerettet werden!
Blutbildende Stammzellen befinden sich hauptsächlich im Knochenmark. Sie sorgen für eine ständige Erneuerung des Blutes. Allein unsere roten Blutkörperchen, die Erythrozyten, werden lediglich ca. 120 Tage alt. Im weiteren sind die blutbildenden Stammzellen für ein intaktes Immunsystem verantwortlich, da aus diesen die weissen Blutkörperchen entstehen, welche für unsere Körperabwehr zuständig sind. Adulte Stammzellen haben die Fähigkeit, dorthin zu wandern, wo sie gebraucht werden. Man nennt dieses Phänom 'Homing'. Eine Verpflanzung von Blutstammzellen ist bei Leukämien, Lymphomen und dem Plasmozytom oder Multiplen Myelom oft die einzige Behandlung mit Aussicht auf Erfolg. Viele Patientinnen und Patienten verdanken heute der Stammzelltransplantation ihr Leben.
Zur Zeit sind in der Schweiz fast 23000 Spender registriert. Dennoch gibt es noch immer viele Patientinnen und Patienten, die vergeblich auf eine passende Blut-Stammzellen-Spende warten.
Es werden noch viele Spender gesucht. Sensibilisieren Sie bitte Ihre Familie, Ihre Freunde und Bekannten, sich als Spender registrieren zu lassen.
Das Registrieren der Gewerbemerkmale ist ganz einfach - vier Abstriche mit Wattestäbchen aus der Mundhöhle genügen.
Wer seine Daten registrieren lassen will, kann im Blutspendezentrum seines Wohnortes/Region oder bei der Schweizer Stiftung Blut-Stammzellen die Unterlagen und den Fragebogen beziehen.
Telefon +41 (0)31 380 81 51, Fax +41 (0)31 380 81 60
E-mail: info@blutstammzellen.ch, www.blutstammzellen.ch.
Online-Registrierung
Die neue Möglichkeit, sich via Internet als Blutstammzellspender registrieren zu lassen, ist beliebt.
Seit November 2009 haben Sie die Möglichkeit, sich online als Blutstammzellspender registrieren zu lassen: Auf der Website www.bin-ich-dein-typ.ch finden Interessierte alle dafür benötigten Informationen.