Coronavirus

Liebe Besucherinnen und Besucher der Lymphome.ch-Website,

Wir hoffen, dass Sie trotz des Corona Informations -Tsunamis der Medien immer noch einen klaren Kopf bewahren können. Sicher haben Sie gehört oder gelesen, dass Patienten mit Krebs oder mit einem geschwächten Immunsystem ein erhöhtes Risiko haben, an einer Covid-19-Infektion zu erkranken.

Klare Information – Keine Hysterie

Wichtig ist eine gute Information. Aktuelle Informationen finden Sie auf der Website des Bundesamt für Gesundheit (BAG), durch Informationen des Schweizer Fernsehen oder bei seriösen Tageszeitungen. Lassen Sie sich nicht durch unnötige Panikmache beunruhigen.

Sind Lymphom-Betroffene einem erhöhten Risiko ausgesetzt?

Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder fortgeschrittenen soliden Tumoren, deren Erkrankung nicht in Remission ist, sowie Patienten unter aktueller systemischer Therapie haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19.

Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen des Blutes (Leukämien, malignen Lymphomen und Multiplem Myelom) wird geraten, besonders achtsam zu sein und den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu folgen. Gleichzeitig darf die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus nicht die Bekämpfung einer bereits existierenden, lebensgefährlichen Erkrankung wie Krebs beeinträchtigen.

Das BAG weist darauf hin:

Das neue Coronavirus ist für Personen ab 65 Jahre und für alle mit folgender Vorerkrankung besonders gefährlich:

  • Bluthochdruck
  • Chronische Atemwegserkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebs

Es ist wichtig, Symptome nicht zu ignorieren!

Zur Zeit ist man auch in unserem Land sehr besorgt über den Umlauf der neuen, leichter übertragbaren Variante des Corona-Virus.Gleichzeitig startete in der Schweiz das COVID-19-Impfprogramm, was natürlich sehr positiv ist. 

Wir sorgen uns alle, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Es ist jedoch wichtig, dass Sie Symptome nicht ignorieren, da diese unbeachtet Ihre Gesundheit ernsthaft bedrohen könnten.

Falls Sie Symptome eines Lymphoms haben, wenden Sie sich an Ihren Onkologen/Hämatologen oder Ihren Hausarzt. Vielleicht können Sie die Symptome zunächst bei einen Telefontermin schildern, damit der Arzt entscheiden kann, ob ein persönlicher Arztbesuch angebracht ist. Auch Ihr Apotheker vor Ort kann Ihnen vielleicht helfen, zum Beispiel wenn Sie mit Nebenwirkungen zu kämpfen haben.

Falls Sie in Behandlung sind und Bedenken bezüglich Ihrer Symptome haben, wenden Sie sich an Ihr medizinisches Team. Auch Ihr Apotheker kann Ihnen möglicherweise helfen.

So können Sie sich vor Ansteckung schützen:

So banal es klingt: Die Hände mehrmals täglich gründlich mit Wasser und Seife oder einem Händedesinfektionsmittel reinigen, ist eines der wirksamsten Mittel gegen die Übertragung von Viren. Das Händereinigen ist vor allem angezeigt nach einem Direktkontakt mit kranken Personen oder deren Umgebung.

  • Erledigen Sie Ihre Einkäufe ausserhalb der Stosszeiten, oder lassen Sie sich Lebensmittel sowie andere unverzichtbare Produkte wie z. B. Medikamente durch Familienangehörige, Freunde oder einen Lieferservice vor die Haustür liefern.
  • Meiden Sie grosse Menschenansammlungen und Orte mit vielen Menschen, beispielsweise Kinos, Konzerte, Sportveranstaltungen, Treffen in Gruppen.
  • Vermeiden Sie unnötige geschäftliche und private Treffen.
  • Reduzieren Sie Besuche in Altersheimen, Pflegeheimen und Spitälern auf ein Minimum.
  • Vermeiden Sie Kontakte zu erkrankten Personen.
  • Verzichten Sie auf Auslandreisen.
  • Halten Sie Abstand.
  • Meiden Sie möglichst öffentliche Verkehrsmittel (Zug, Tram, Bus).
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Atembeschwerden, Husten und Fieber haben. Rufen Sie sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder ein Spital an. Sagen Sie, dass Sie im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus anrufen und ein erhöhtes Krankheitsrisiko haben. Beschreiben Sie Ihre Symptome.

Weiterführende Informationen ->

Das Bundesamt für Gesundheit BAG aktualisiert laufend Informationen in Bezug auf das Coronavirus. Diese Ressourcen bieten die aktuellsten Informationen, die derzeit verfügbar sind. Bitte befolgen Sie aufmerksam die Richtlinien des BAG.

Sollen Lymphom-Betroffene zusätzliche Schutzmassnahmen in Anspruch nehmen?

Sie sollten alle spezifischen Ratschläge und empfohlenen Hygienemassnahmen befolgen, die Ihr medizinisches Team Ihnen gibt und das BAG für gefährdete Personen erstellt hat.

Nach wie vor ist es immer und überall wichtig, Abstand zu halten, die Hände regelmässig gründlich  mit Seife zu waschen, wenn nötig Masken zu tragen.

In allen Situationen gilt: Personen mit Krankheitssymptomen sollen zu Hause bleiben und sich testen lassen.

Weitere BAG-Informationen:  'Coronavirus - So Schützen wir uns'

Das Tragen von Schutzmasken:

Gemäss BAG gilt: Tragen Sie eine Maske, wenn Sie nicht zu Hause sind und Sie den Abstand zu anderen Personen nicht durchgehend einhalten können.

Bereits per 6. Juli 2020 hat der Bundesrat die Schutzmassnahmen verstärkt und die Maskenpflicht in allen öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt. Per 19. Oktober 2020 hat der Bundesrat die Maskenpflicht zusätzlich in öffentlich zugänglichen Innenräumen von Einrichtungen und Betrieben sowie in Warte- oder Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs eingeführt. Per 29. Oktober 2020 hat der Bundesrat die Maskenpflicht nochmals ausgeweitet: Es gilt auch Maskenpflicht in Aussenbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben, in Bereichen des öffentlichen Raums, in Innenräumen von Arbeitsbereichen und in der Sekundarstufe II.

Arten von Masken:

Hygienemaske/medizinische Gesichtsmaske (chirurgische Maske, OP-Maske

  • Typ I:     Filterleistung von 95%
  • Typ II:    Filterleistung von 98%
  • Typ IIR: Filterleistung von 98%, das R der Typbezeichnung steht für den zusätzlichen Spritzschutzeffekt

Wenn Sie in Ihrem Alltag eine Hygienemaske verwenden, dann achten Sie darauf, dass die Maske den oben aufgeführten Anforderungen entspricht.

Atemschutzmaske (Filtering face piece (FFP) bzw. FFP2- /FFP3-Maske)

Atemschutzmasken müssen die Anforderungen der Norm EN 149 erfüllen. Sie schützen die Trägerin oder den Träger vor festen und flüssigen Partikeln und Aerosolen. Solche Masken stehen medizinischem Personal für ihre Arbeit zur Verfügung und werden als persönliche Schutzausrüstung eingesetzt. Einige Atemschutzmasken haben ein Ventil zum leichteren Ausatmen. Infizierte Personen mit oder ohne Krankheitssymptome sollen keine Masken mit Ventilen benutzen, denn diese filtern nicht beim Ausatmen und tragen eher zur Virenverbreitung bei.

Z.Zt. wird überlegt (z.B. in Oesterreich) FFP2 Masken zu verwenden. Das ist in der Schweiz aber erst angedacht!

Weitere Masken (selbstgenähte Maske, Do-it-yourself-Maske usw.)

Solche Masken können nur unter bestimmten Bedingungen einen zuverlässigen Schutz gewährleisten. Sie müssen aus mehrlagigen Textilien gefertigt sein, die den Empfehlungen für Community-Masken der Swiss National COVID-19 Science Task Force entsprechen. 

Ein Schal oder ein Tuch schützt nicht ausreichend vor einer Ansteckung und hat nur eine beschränkte Fremdschutzwirkung. Daher können weder Schal noch Tuch eine Maske ersetzen.

Informationen zu den Schutzmassnahmen werden auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit BAG regelmässig aktualisiert.

Soll man zum Einkaufen Handschuhe tragen?

Sie haben sicher gehört, dass das Coronavirus an Plastik oder an glatten Metallflächen mehrere Stunden bis Tage überleben kann. Natürlich befürchtet man, das Handy oder die Haltestange im OeV sei infektiös. Viele Wissenschaftler glauben jedoch, dass diese Viren zwar nachweisbar, jedoch nicht mehr infektiös sind. Das Tragen von Handschuhen wird im Pflegebereich aber nicht im Alltag empfohlen.

Soll ich jetzt zu meiner Halbjahres- oder Jahreskontrolle gehen?

Wenn Ihr Lymphom unter Kontrolle ist, gehen Sie sicherlich zu den regelmässigen Kontrolluntersuchungen. Manche dieser Kontrollen können um ein bis 3 Monate verschoben werden. Sprechen Sie mit Ihrer Aerztin/Ihrem Arzt darüber.

Informieren Sie sich und befolgen Sie die BAG Richtlinien.

Herzlich
Ihr Lymphome.ch - Team


Plakat BAG

Info-Hotline BAG
+41 58 463 00 00
Die Hotline ist täglich 24 Stunden erreichbar

Häufig gestellte Fragen:
Antworten auf häufig gestellte Fragen erhalten Sie auf der Website des BAG

Arbeitsfähigkeit der Onkologiepatienten im Hinblick auf die aktuelle COVID-19-Situation

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung SAKK hat in Abstimmung mit der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie SGMO und der Schweizerischen Gesellschaft für Hämatologie SGH Empfehlungen zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von Onkologie-Patienten im Hinblick auf die aktuelle COVID-19-Situation erarbeitet. Bitte beachten Sie, dass die beigefügte Liste keine Anweisungen, sondern Empfehlungen enthält, die eine individuelle medizinische Beurteilung nicht ersetzen.

Onkopedia Leitlinie

Coronavirus-Infektion (COVID-19) bei Patientinnen und Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen (Onkopedia Leitlinie)